22/03/2012

Kundgebung in Bern (Blick)

Kundgebung in Bern 
Portugiesen demonstrieren für Erhalt der Muttersprach-Kurse
(http://www.blick.ch/news/portugiesen-demonstrieren) - Blick
Aktualisiert am 17.03.2012                                  

BERN - BE - Über 200 Portugiesinnen und Portugiesen haben am Samstag in der Berner Innenstadt gegen die Sparprogramme der Regierung in ihrem Heimatland protestiert. Den Sparplänen sollen auch Kurse für portugiesische Kinder in der Schweiz zum Opfer fallen.

Die Schweizer Regierung solle sich bei den portugiesischen Behörden für den Erhalt dieser Sprach- und Kulturkurse stark machen, forderten die Demonstranten auf dem Berner Waisenhausplatz.
Die Kundgebungsteilnehmer machten ausserdem auf den Lohnzerfall aufmerksam, dem die rund 200 in der Schweiz lebenden portugiesischen Botschafts- und Konsulatsangestellten sowie Lehrer ausgesetzt sind. Diese verdienten mittlerweile rund 40 Prozent weniger als noch vor drei Jahren. Das führe zu existenziellen Problemen.
Ihre Forderungen unterstrichen die Kundgebungsteilnehmer auf mit Transparenten, Fahnen, Trommelklängen und Volksmusik. Zur Demonstration auf dem Waisenhausplatz aufgerufen hatten die Gewerkschaft Unia und ein Komitee zur Erhaltung der Sprach- und Kulturkurse.
                                                                                                                                                      (SDA)

21/03/2012

Portugiesen protestieren in Bern gegen Sparpläne (SF)


Portugiesen protestieren in Bern gegen Sparpläne

Samstag, 17. März 2012, 21:43 Uhr                                                              (SF Tagesschau)

Über 200 Portugiesen haben in der Berner Innenstadt gegen die Sparprogramme der Regierung in ihrem Heimatland protestiert. Den Sparplänen sollen auch Kurse für portugiesische Kinder in der Schweiz zum Opfer fallen.

Portugiesen protestieren gegen den Abbau von Kursen in portugiesischer Sprache auf dem Waisenhausplatz in Bern.

Die Schweizer Regierung solle sich bei den portugiesischen Behörden für den Erhalt dieser Sprach- und Kulturkurse stark machen, forderten die Demonstranten auf dem Berner Waisenhausplatz.
Die Kundgebungsteilnehmer machten ausserdem auf den Lohnzerfall aufmerksam, dem die rund 200 in der Schweiz lebenden portugiesischen Botschafts- und Konsulatsangestellten sowie Lehrer ausgesetzt sind. Diese verdienten mittlerweile rund 40 Prozent weniger als noch vor drei Jahren. Das führe zu existenziellen Problemen.
Ihre Forderungen unterstrichen die Kundgebungsteilnehmer mit Transparenten, Fahnen, Trommelklängen und Volksmusik. Zur Demonstration auf dem Waisenhausplatz aufgerufen hatten die Gewerkschaft Unia und ein Komitee zur Erhaltung der Sprach- und Kulturkurse.

(sda/galc/engf)

Ausländer mobilisieren gegen Kürzungen bei HSK-Sprachkursen (Der Bund)

Ausländer mobilisieren gegen Kürzungen bei Sprachkursen
Von Christoph Lenz.                                                                                     Aktualisiert am 16.03.2012
Portugal spart und brüskiert die Exilgemeinde: Sprachkurse werden gestrichen, Botschaftsangestellte leben am Existenzminimum. Nun kommt es in Bern zur Demo. Portugal spart auf Kosten seiner bernischen Exilgemeinde.
Portugal spart auf Kosten seiner bernischen Exilgemeinde.
(Bild: Valérie Chételat)

Sie haben gedroht, sie haben geklagt, sie haben gestreikt. Jetzt wollen die Angestellten der portugiesischen Botschaft ihren Kampf auf die Strasse tragen. Morgen Samstag um 14 Uhr protestieren sie gemeinsam mit ihren im Schweizer Exil lebenden Mitbürgern auf dem Berner Waisenhausplatz. Und zwar gegen ihre Regierung, oder genauer – gegen deren Sparprogramme. «Vielleicht bewegt sich dann etwas», sagt Marco Martins von der portugiesischen Botschaft. Die Betonung liegt auf dem Vielleicht – die Verzweiflung ist inzwischen grösser als die Hoffnung.

Löhne und Kursbeiträge gekürzt
Die Demonstration hat zwei Auslöser. Erstens hat Portugal seinen Botschaftsangestellten unlängst den 13. Monatslohn gestrichen. Dies nachdem die Löhne bereits letztes Jahr gesenkt worden waren und weiterhin in Euro ausbezahlt werden. Eine Anpassung an die neuen Wechselkursverhältnisse blieb bislang aus. Die Lohneinbusse des Botschaftspersonals beläuft sich nunmehr auf teilweise über 40 Prozent. Was das konkret heisst, weiss Marco Martins: «Viele unserer Kollegen verdienen inzwischen unter 3000 Franken netto pro Monat. Das reicht nirgendwo hin.»
Der zweite Grund für die Demo: Die Sparbemühungen treffen nun auch die übrige Exilgemeinde. Die Staatsbeiträge an HSK-Kurse, die portugiesische Kinder in der Schweiz an die Sprache und Kultur der Heimat heranführen sollen, werden drastisch reduziert. Im Dezember 2011 hat die Regierung 20 HSK-Lehrpersonen entlassen, 27 weitere Jobs sollen demnächst abgebaut werden. Von den Massnahmen sind rund 7000 portugiesische Kinder betroffen. Marco Martins sieht darin eine Bedrohung des kulturellen Fundaments der Portugiesen. «Für viele Kinder sind die Kurse die einzige ausserfamiliäre Verbindung zum Heimatland.» 

Griechen und Italiener bangen
Portugal ist bei den HSK-Kursen kein Einzelfall. Wie Eleftheria Marcoyannakis, Berner Koordinatorin des Griechisch-Kurses, bestätigt, ist auch dessen Finanzierung ab 2013 nicht gesichert. «Wir machen uns Gedanken», sagt Marcoyannakis. Bereits stark gelitten hat die italienische Gemeinschaft. «Zwischen 2008 und 2012 hat der Staat seine Subventionen für HSK-Kurse um 70 Prozent gekürzt», sagt Guglielmo Bozzolini, Geschäftsführer der Stiftung Ecap, die sich der Bildung von Italienern in der Schweiz verschrieben hat. Nach Schätzung von Bozzolini sind in der Schweiz rund 4000 Kinder von den Sparmassnahmen betroffen – mehrere Hundert dürften im Kanton Bern leben.
Die Hoffnungen von Bozzolini und Martins liegen nun auch auf der Schweiz. Gemeinsam mit der Gewerkschaft Unia wollen sie sich demnächst an die Eidgenössische Bildungsdirektorenkonferenz wenden. Ziel ist, dass die HSK-Kurse in die schweizerischen Schulstrukturen integriert und durch die Kantone mitfinanziert werden. «Die HSK-Kurse sind ein wichtiges Instrument zur Integration», begründet Bozzolini die Forderung. «Angesichts der Verschuldung von Italien, Portugal und Griechenland ist es lächerlich, dass diese Staaten für die schulische Bildung von Kindern in der Schweiz aufkommen müssen.»

Kanton Bern kann nicht helfen
Der Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) bedauert die Kürzungen bei HSK-Kursen. Derzeit würden allein im Kanton Bern 450 Kurse in 20 Sprachen angeboten – pro Woche. «Eine wichtige Grundlage für die Integration von ausländischen Kindern», sagt Pulver. Auch deshalb leiste der Kanton Bern organisatorische Unterstützung – etwa indem Klassenzimmer für die Kurse zur Verfügung gestellt würden. Für eine weitergehende Hilfe seien ihm die Hände aber gebunden, sagt Pulver. «Für finanzielle Hilfe fehlen uns die gesetzliche Grundlage und das Geld.»                                   
                                                                                                      (Der Bund)
Erstellt: 16.03.2012, 12:01 Uhr

Portugiesischer Protest in Bern (Der Bund)

Portugiesischer Protest in Bern

Aktualisiert am 17.03.2012                                                                         (DER  BUND)
Über 200 Portugiesinnen und Portugiesen haben am Samstag auf dem Waisenhausplatz gegen die Sparprogramme der Regierung in ihrem Heimatland protestiert.


Mit Pauken und Trommeln: Portugiesen demonstrieren auf dem Waisenhausplatz gegen das Sparprogramm der Regierung in Lissabon.


Die Demonstranten fühlen sich gemolken: «Wir sind keine Milchkühe!»


Auch folkloristische Kleidung war zu sehen.


Tanzen gegen das Sparprogramm.

Mit Pauken und Trommeln marschierten einige Demonstranten auf dem Waisenhausplatz ein, Portugiesinnen in folkloristischer Tracht führten traditionelle Tänze auf. Mit der geballten Kultur des Landes wehrten sich die Portugiesinnen und Portugiesen gegen das Sparprogramm ihrer Regierung.
Rund zweihundert in der Schweiz lebende Portugiesinnen und Portugiesen waren dem Aufruf eines Komitees zur Erhaltung der Sprach- und Kulturkurse sowie der Gewerkschaft Unia gefolgt.
Vom Sparkurs in Lissabon sind auch die Exil-Portugiesen betroffen. So erhält das Botschaftspersonal den Lohn - trotz des tiefen Kurses - weiterhin in Euros ausgezahlt. Die Botschafts- und Konsulatsangestellten verdienten heute rund 40 Prozent weniger als noch vor drei Jahren, hiess es an der Kundgebung. Zudem sollen dem Sparprogramm die Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) zum Opfer fallen. 

«Lasst uns lernen!»
Mittlerweile hat sich eine BürgerInnenbewegung für den Erhalt der portugiesischen Sprachkurse gebildet. Auf dem Waisenhausplatz hielten Kinder ein Transparten mit der Aufschrift «Deixem-nos aprender!» («Lasst uns lernen!») in die Luft.
Unterstützung erhalten die in der Schweiz lebenden Portugiesen von der Gewerkschaft Unia. Denn, so Rita Schiavi, Mitglied der Unia-Geschäftsleitung: «Die Kurse sind wichtig für die Integration fremdsprachiger Kinder.» Wer seine Muttersprache beherrsche, lerne leichter eine Zweitsprache.
Dass die Unia den Protest der Iberer unterstützt, kommt nicht von ungefähr. Rund 24'000 Mitglieder mit portugiesischem Pass zählt die Gewerkschaft. Viele davon verdienen ihren Lohn in der Baubranche, aber auch einzelne Angestellte der portugiesischen Botschaft in Bern sind in der Unia organisiert.

Bundesgelder oder Steuer auf Kapitalfluss
Die Gewerkschaft will gemeinsam mit dem LehrerInnenverband und dem Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) in den kommenden Wochen mit konkreten Forderungen reagieren. Die Gruppierungen planen einen Antrag an die Erziehungsdirektorenkonferenz und an das Bundesamt für Migration. Sie verlangen von den Schweizer Behörden, dass die HSK-Kurse vom Bund mitfinanziert werden. Dabei geht es um sämtliche HSK-Kurse, nicht nur um jene der Portugiesen.
Eine andere Möglichkeit hat sich die BürgerInnenbewegung überlegt. Sie denken über die Möglichkeit einer Steuer auf die Geldflüsse der Exil-Portugiesen nach. «Unsere Landsleute schicken sehr viel Geld nach Hause», so Marília Mendes von der BürgerInnenbewegung. Mit dem Ertrag der Steuer könnten die Kurse finanziert werden.
Nach der Kundgebung auf dem Waisenhausplatz zogen die Demonstranten zur portugiesischen Vertretung, um dem Botschafter ihre Forderungen zu überreichen. 
                                                                                                                                          (dam/sda)  Erstellt: 17.03.2012, 16:24 Uhr

19/03/2012

Ensino do Português em discussão na AR (Março 2012)

Ensino do Português em Discussão 
na Assembleia da República
Written on March 12, 2012              (jornal GAZETA LUSÓFONA, Março 2012)
                                                                                           www.gazetalusofona.ch 

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Por iniciativa de um grupo de cidadãos portugueses residentes na Suíça, foi enviada, há cerca de um ano, directamente para o Parlamento, em Lisboa, uma petição, visando assegurar aos filhos dos emigrantes o ensino da língua e o acesso à cultura portuguesa nos termos do art. 74 da Constituição da República Portuguesa.
Frente a uma incompreensível instabilidade e insegurança quanto ao futuro do ensino da língua portuguesa, a diligência efectuada pelos encarregados de educação e outros membros da comunidade teve o condão de alertar a Assembleia da República, órgão da soberania nacional, tão pouca vezes solicitado a intervir em matérias ligadas à vida dos emigrantes portugueses.
Desta vez, uma iniciativa tão importante como esta, em defesa do ensino da nossa língua materna, deu os seus resultados. No passado final do mês de Fevereiro, a comissão de negócios estrangeiros e comunidades portuguesas da Assembleia da República, convocou para uma audição, em Lisboa, uma delegação de subscritores desta petição.
Florbela Teixeira, Rui Manuel Teixeira e Carlos Cabaças, residentes em Lausanne e Carla Rocha, Genebra, foram recebidos no Parlamento pelo relator nomeado pela comissão, deputado Paulo Pisco (PS), acompanhado pelos deputados Carlos Gonçalves (PSD) e Pedro Soares do (BE), mais tarde encontraram-se com o deputado João Ramos (PCP). Na audição esteve também presente o conselheiro das comunidades portuguesas, eleito pela Suíça, Manuel Beja.
Na ocasião e ao serem questionados, os representantes dos subscritores da petição alertaram os deputados para a estranha e condenável decisão do governo ao proceder, a meio do ano lectivo, ao despedimento de 20 professores, ficando 3000 mil crianças sem aulas de Português. Actualmente, existem cerca de 1200 crianças sem aulas e centenas de outras com aulas em condições muito precárias. Tal deliberação é reveladora da demissão das responsabilidades do Governo em relação às garantias do acesso ao ensino da língua portuguesa aos filhos dos emigrantes.
Como se tudo isto não bastasse, a delegação denunciou as pressões da Coordenação de Ensino a funcionar junto da Embaixada de Portugal em Berna, apresentando como única solução para a continuidade das aulas de Português, o pagamento por parte dos pais aos professores. Tal situação, recusada por parte de algumas comissões de pais, acaba por estar a ser praticada junto dos encarregados de educação da região de Engadina, no cantão dos Grisões. Uma decisão totalmente inconsciente, ilegal, envolvendo o Governo português na prática de uma actividade económica paralela num país estrangeiro.
Depois de prestadas as necessárias declarações, os encarregados de educação e subscritores da petição em causa, apelaram ao cumprimento dos direitos que lhes são garantidos pela Constituição da República Portuguesa, saindo com a garantia de que o seu esforço não foi em vão. Depois de concluído o relatório pelo deputado Paulo Pisco, o mesmo será apresentado à comissão parlamentar, sendo depois discutido em plenário.
Esta deslocação a Lisboa serviu também para uma troca de opinião com os onze membros do Conselho Permanente do CCP, que na mesma altura se encontravam reunidos na Assembleia da República para discussão dos temas globais das comunidades e, muito particularmente, sobre o futuro do ensino da língua materna e o acesso à cultura portuguesa. Os conselheiros realçaram a importância das comunidades utilizarem todos os meios democráticos à sua disposição na defesa dos interesses dos emigrantes.
No dia 17 de Março, sábado, em Berna, na Weisenhausplaz, pelas 14 horas, o Movimento Cívico de Defesa do EPE na Suíça e o sindicato Unia, a todos apelam à participação numa manifestação a favor do ensino do Português, como direito consagrado na Constituição da República Portuguesa.

18/03/2012

Comunicado à Imprensa (Migração - UNIA).Francês


Le gouvernement suisse doit intercéder en faveur des migrants et migrantes portugais-e-s
Aperçu 17.03.2012                                                         http://unia.ch/Apercu.290.0.html?&L=1

Plusieurs centaines de Portugais et Portugaises vivant en Suisse ont manifesté aujourd'hui à Berne contre les programmes d'économies du gouvernement portugais. Dans la ligne de mire des coupes budgétaires de l'Etat portugais, les cours de langue et de culture portugaise (LCO) qui ont été réduits. De plus, les employés du gouvernement portugais travaillant en Suisse ont vu leurs salaires baisser massivement: en plus d'une réduction générale de 10 pourcent, leurs salaires effectifs ont pour certains baissé de plus de 40 pourcent, en raison de la force du franc. Ainsi, de nombreux employés portugais gagnent aujourd'hui, en Suisse, des salaires en dessous du seuil minimum d'existence.


Plusieurs centaines de Portugais et Portugaises domiciliés en Suisse, ainsi que de nombreux Suisses et Suissesses solidaires ont participé à une manifestation à Berne contre les programmes d'économie du gouvernement portugais et demandé aux autorités fédérales de soutenir les droits de la communauté portugaise en Suisse.

Selon la Constitution portugaise, les enfants portugais, vivant à l'étranger, ont le droit de bénéficier de cours de langue et de culture portugaise (LCO) financés principalement par l'Etat portugais. Cet important outil d'intégration risque pourtant bien d'être affaibli: fin décembre, le gouvernement portugais a licencié 20 enseignants dispensant ces cours et annoncé 27 autres licenciements. 1200 enfants se sont donc vus privés de cours alors que pour 1800 autres, des solutions boiteuses et peu satisfaisantes ont dû être trouvées. Les prochains licenciements annoncés toucheront, quant à eux, plus de 4000 enfants.

Les parents portugais se sont organisés en un mouvement citoyen pour la défense des cours LCO (Movimento Cívico de Defesa do EPE na Suíça). Le «Movimento Cívico» et le syndicat Unia refusent le démantèlement des cours LCO. Une bonne maîtrise de la langue maternelle et la connaissance de sa culture d'origine sont des éléments essentiels pour l'intégration des migrantes et migrants en Suisse. Le «Movimento Cívico» et Unia demandent donc au gouvernement suisse d'exiger auprès des autorités portugaises le maintien de ces cours. D'autres pays comme l'Italie réfléchissent également à diminuer, voire supprimer les cours LCO, dans le cadre des programmes de rigueur budgétaire. A moyen terme, les autorités suisses doivent donc mettre en œuvre des mesures permettant de maintenir ces cours et de les intégrer dans les structures scolaires suisses.
  
Situation intenable pour les employés d'Etat portugais en Suisse
En ce moment 200 employé-e-s de l'Etat portugais vivent et travaillent en Suisse. Ce sont, outre les professeurs des cours LCO, des employé-e-s de l'ambassade ou des consulats. Le gouvernement portugais fait des économies sur leur dos: l'année dernière il a réduit leur salaire d'environ 10 pourcent. De plus, les employés de l'ambassade et des consulats qui étaient payés en euros ont vu, en raison du franc fort, leur pouvoir d'achat diminuer. Aujourd'hui, les employés de l'Etat portugais gagnent en Suisse environ 40 pourcent de moins qu'il y a trois ans. Et cette situation s'empire encore: depuis cette année les employés doivent renoncer à leurs 13ème et 14ème salaires. Malgré cinq semaines de grève des employé-e-s des consulats et de l'ambassade, le gouvernement portugais est resté inflexible et a ignoré le fait que de nombreux employés portugais vivent en Suisse avec des salaires en-dessous du seuil minimum d'existence.

Le syndicat Unia, qui compte de nombreux travailleurs des ambassades et des consulats parmi ses membres, a demandé au Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) d'intercéder auprès du gouvernement portugais pour qu'il assure à leurs employés des salaires permettant de vivre décemment. Le gouvernement portugais s'est engagé, à travers des contrats d'accréditation, à verser des salaires usuels à leurs employés d'ambassade et de consulats.
 
Pour plus d'information:
  • Marília Mendes, secrétaire syndicale, département migration du syndicat Unia
  • Carla Rocha, présidente de l'Association de parents d'élèves et éducateurs portugais Genève (APEEPG)
  • Ana Cruz, fonctionnaire consulaire à Genève et représentante du syndicat portugais des fonctionnaires consulaires

Comunicado à imprensa (Migração - UNIA).Alemão


Von: Medienmitteilung der Unia und des «Movimento Cívico de Defesa do EPE na Suíça»

Schweizer Regierung muss sich für portugiesische Migrantinnen und Migranten einsetzen

17.03.2012                                                                                                                                                     http://unia.ch/        

Heute haben in Bern rund mehrere Hundert in der Schweiz wohnhafte Portugiesinnen und Portugiesen gegen die brutalen Sparprogramme der portugiesischen Regierung demonstriert. Im Zuge des Kahlschlages im portugiesischen Staatshaushalt wurden in der Schweiz Kurse in portugiesischer Sprache und Kultur (HSK-Kurse) abgebaut und den portugiesischen Angestellten in der Schweiz wurden die Löhne massiv gekürzt. Zu einer allgemeinen Lohnkürzung von gegen 10 Prozent kommt hinzu, dass kein Ausgleich für den starken Franken erfolgt ist, was insgesamt zu Lohnreduktionen von teilweise mehr als 40 Prozent geführt hat! Viele portugiesische Staatsangestellte verdienen heute in der Schweiz Löhne unter dem Existenzminimum.

Mehrere Hundert in der Schweiz wohnhafte Portugiesinnen und Portugiesen und zahlreiche solidarische Schweizerinnen und Schweizer haben heute an einer Demonstration auf dem Waisenhausplatz in Bern gegen die brutalen Sparprogramme der portugiesischen Regierung demonstriert und die Schweizer Regierung aufgefordert, sich für die Rechte der portugiesischen Gemeinde in der Schweiz einzusetzen.
Im Ausland lebende portugiesische Kinder haben gemäss portugiesischer Verfassung das Recht auf Kurse in portugiesischer Sprache und Kultur. In der Schweiz besuchen heute rund 22'000 Kinder diese sogenannten HSK-Kurse, die vom portugiesischen Staat wesentlich mitfinanziert werden. Diesem für die Integration der Portugiesinnen und Portugiesen wichtigen Angebot droht nun eine empfindliche Schwächung: Im Dezember letzten Jahres hat die portugiesische Regierung 20 HSK-Lehrpersonen entlassen und die Entlassung von weiteren 27 Lehrpersonen angekündigt. Das hat fatale Auswirkungen auf die portugiesischen Kinder in der Schweiz: Etwa 1'200 Kinder haben seither keinen Unterricht mehr, für 1'800 Kinder konnte nur eine unbefriedigende Lösung gefunden werden. Von der angekündigten Entlassung von weiteren Lehrkräften wären gegen 4'000 Kinder betroffen.
Die portugiesischen Eltern haben sich in einer BürgerInnenbewegung zur Verteidigung der HSK-Kurse (Movimento Cívico de Defesa do EPE na Suíça) organisiert. Der «Movimento Cívico» und die Gewerkschaft Unia lehnen den Abbau bei den HSK-Kursen entschieden ab. Die gute Beherrschung der Muttersprache und die Kenntnis der eigenen Kultur sind ein wichtiges Mittel zur Integration der Portugiesinnen und Portugiesen in der Schweiz. Der «Movimento Cívico» und die Unia fordern von der Schweizer Regierung, sich bei den portugiesischen Behörden für den Erhalt der HSK-Kurse einzusetzen. Auch in anderen Ländern, etwa Italien, sind im Rahmen von Sparprogrammen Bestrebungen im Gange, die HSK-Angebote zu streichen oder zu reduzieren. Mittelfristig müssen die Schweizer Behörden Massnahmen ergreifen, um die HSK-Kurse zu erhalten und in die schweizerischen Schulstrukturen zu integrieren.
Unhaltbare Situation für die portugiesischen Staatsangestellten in der Schweiz
Zurzeit leben und arbeiten 200 portugiesische Staatsangestellten in der Schweiz — nebst den HSK-Lehrpersonen auch die Botschafts- und Konsulatsangestellten. Die portugiesische Regierung spart auch auf ihre Kosten: Letztes Jahr hat sie den Lohn ihrer Angestellten um bis zu 10 Prozent gekürzt. Das Botschafts- und Konsulatspersonal, das den Lohn in Euro ausbezahlt erhält, musste aufgrund des starken Frankens eine zusätzliche Lohnreduktion in Kauf nehmen. Heute verdienen die Staatsangestellten in der Schweiz teilweise mehr als 40 Prozent weniger als noch vor drei Jahren. Und es wird noch schlimmer: Ab diesem Jahr müssen die Angestellten auch noch auf den 13. und 14. Monatslohn verzichten. Trotz fünfwöchigem Streik der Botschafts- und Konsulatsangestellten bleibt die portugiesische Regierung hart und ignoriert die Tatsache, dass viele portugiesische Angestellte in der Schweiz Löhne unter dem Existenzminimum beziehen.
Die Gewerkschaft Unia, die viele Botschafts- und Konsulatsangestellte organisiert, hat das Eidgenössische Departement des Äussern (EDA) dazu aufgefordert, sich bei der portugiesischen Regierung für existenzsichernde Löhne für die portugiesischen Staatsangestellten einzusetzen. Die portugiesische Regierung hat sich mit dem sogenannten Akkreditierungsvertrag dazu verpflichtet, ihren Botschafts- und Konsulatsangestellten ortsübliche Löhne zu bezahlen.
  • Marília Mendes, Gewerkschaftssekretärin Bereich Migration der Gewerkschaft Unia
  • Manuel Beja, Rat der portugiesischen Gemeinden im Ausland
  • Marco Martins, Delegierter der Gewerkschaft des portugiesischen Konsulatspersonals
  • Teresa Soares, Generalsekretärin der Gewerkschaft der Lehrer und Lehrerinnen der portugiesischen Gemeinden